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Letzter Run auf Tarifförderung


Tarifförderung ist derzeit noch in Kärnten, Oberösterreich und Vorarlberg möglich. Ab
1. August steigt auch Niederösterreich wieder in die Kofinanzierung ein. Bis dahin werden die erforderlichen Bundesmittel aber fast ausgeschöpft sein.


Niederösterreich beschließt die Wiederaufnahme der Kofinanzierung zur Tarifförderung für Anlagen zwischen 5 und 20 kWp. Vorarlberg hat noch im Juni das Kontingent um 200 kWp aufgestockt. Auch in Oberösterreich und Kärnten stehen noch Mittel zur Verfügung.

Leider dürfte das für die Tarifförderung notwendige Bundesbudget aber bald erschöpft sein. Nur noch 270.000 Euro befinden sich Anfang Juli im Topf der OemAG, die für die Ausbezahlung der Tarifförderung verantwortlich ist. Das Kontingent reicht österreichweit für nicht einmal noch 600 kWp. Die OemAg rechnet damit, dass die Tarifförderung schon Anfang September erschöpft ist.

NIEDERÖSTERREICH

Am 2. Juli wurde im Landtag einstimmig beschlossen, die Kofinanzierung zum Ökostromgesetz wieder aufzunehmen. Ab 1. August können Betreiber von Anlagen mit einer Leistung von 5 bis 20 kWp wieder um Tarifförderung ansuchen.

< 5 kWp ... Investförderung (NÖ-Wohnbauförderung und KLI.EN-Fonds)
> 5 kWp ... Tarifförderung: 39,98 ct/kWh
>10 kWp ... Tarifförderung: 29,98 ct/kWh
>20 kWp ... keine Förderung möglich

Das Land NÖ hat ein Kontingent von 10 MWp für die Tarifförderung in den Jahren 2009 bis einschließlich 2012 bereitgestellt. Die Förderung kann so lange in Anspruch genommen werden, bis eventuell die Novelle zum Ökostromgesetz 2008 in Kraft tritt und ausreichend Bundesmittel zur Kofinanzierung bereitstehen.

OBERÖSTERREICH

Oberösterreich stockt das Budget für die Kofinanzierung nach Bedarf auf. Ein guter Teil der Mittel aus der Bundesförderung 2009 (insgesamt sind 2,1 Mio. Euro vorgesehen) ist in diesem Bundesland verbaut worden.

KÄRNTEN

In Kärnten beträgt das Kontingent für die Kofinanzierung noch rund 100 kW. Die zuständigen Behörden berichten von verstärkter Nachfrage in den Sommermonaten und rechnen mit dem Aufbrauchen der Mittel bis Anfang Herbst.

VORARLBERG

Vorarlberg hat im Juni sein Kontingent für die Kofinanzierung um 200 kWp aufgestockt. Aktuell sind davon noch etwa 140 kWp verfügbar.

Die Kofinazierung wird in Vorarlberg grundsätzlich für Anlagen bis zu einer Leistung von 10 kWp gewährt. Bei Anlagen größer als 10 kWp kann die Kofinanzierung nach erfolgter Einzelfallprüfung bewilligt werden, wenn es sich um fassadenintegrierte Anlagen oder um Bürgerbeteiligungsmodelle bei der Finanzierung der Anlage handelt.

Wir sind die Interessensvertretung für Photovoltaik in Österreich.